Selbstversuch: IBM Verse im hybriden Einsatz

26. 11. 2015
geschrieben von: Stefan Lage

IBM Verse - A new way to work?

Als IBM Premier Business Partner mit dem Schwerpunkt auf die IBM „Social Collaboration“ Anwendungen beschäftigen wir uns bei acceptIT natürlich auch mit dem Thema „IBM Verse“. Wollen Sie wissen, welche Erfahrungen wir dabei gemacht haben...

Seit nun knapp einem Jahr steht das IBM Verse den Business Partnern zur Verfügung – vorausgesetzt, man hat am Beta-Programm teilgenommen. Für die Allgemeinheit steht das Produkt seit März 2015 zur Verfügung.

Getreu dem aktuellen IBM Motto „Cloud First“ sprechen wir (immer) noch von einer Cloud Lösung.

Seit einigen Monaten testen wir IBM Verse im produktiven Einsatz, und zwar als hybride Lösung. Obwohl IBM eine kostenlose Demo-Umgebung anbietet, haben wir uns für die die kommerzielle Variante entschieden. Unter anderem auch wegen eines nicht ganz unerheblichen Datenschutz-Aspektes: die kommerzielle Verse-Variante wird in einem europäischen Rechenzentrum (aktuell Amsterdam, demnächst in Frankfurt a.M.) betrieben. Dies kann man übrigens leicht an der URL im Browser erkennen: Beginnt die URL mit „mail.notes.ce.“ befindet man sich virtuell in „Central Europe“. Die Demo-Variante zeigt hingegen „mail.notes.na.“, was den Zugang in die „North America“ Cloud bedeutet.

Warum Hybrid (und nicht Cloud total)?

Um unter „Echtbedingungen“ zu „versen“, muss sich IBM Verse natürlich in unseren technischen Arbeitsalltag integrieren. Dies bedeutet, dass u.a. die E-Mail-Archivierung und das Signatur- und Abwesenheits-Management weiterhin funktionieren müssen. Auch eine Integration in unser CRM-System für die automatisierte Mailübernahme muss gewährleistet sein.

Aktuell benutzen wir IBM Verse quasi nur als Frontend. Alle Mails, eingehend wie ausgehend, gehen wie gehabt über unseren Mailserver. Der Notes Client funktioniert weiterhin, wenn auch „nur“ als verwaltete Replik - aber das ist kein Nachteil.

Nach dem „Onboarding“ gleich auf Entdeckungs-Tour gegangen

Nach dem „Onboarding-Prozess“ waren alle Mails aus meiner Domino Maildatei in IBM Verse verfügbar. Somit konnte es dann gleich losgehen.

Wie ist denn nun das Arbeiten mit IBM Verse? Erst einmal erfrischen anders. Das neue Design wirkt sehr modern und jeder mit einem gesunden „Spieltrieb“ wird erstmal auf Entdeckungsreise gehen. Einige Aktionen funktionieren nun erfreulicherweise „mit nur einem Klick“, z. B. das Löschen von E-Mails oder die Anzeige von E-Mails nur eines bestimmten Absenders. Sehr elegant, allerdings etwas gewöhnungsbedürftig, ist auch das Arbeiten mit Anhängen über die integrierte Dateiablage-Funktionalität.

„Wer suchet, der findet“ - superschnell und super präzise.

Das größte und hilfreichste Plus von IBM Verse ist aktuell die Suche. Sie bringt eindeutig einen echten Produktivitätsschub. Bei meinen über 43.000 Dokumenten in meinem IBM Verse-Postfach wird das Suchergebnis quasi mit Knopfdruck angezeigt. Die Möglichkeiten der facettierten Suche sind beeindruckend. So schnell bin ich noch nie in meinem guten alten Notes Client fündig geworden. Suche ich gezielt nach Anhängen, werden mir diese übersichtlich präsentiert und auf Wunsch direkt im Browser angezeigt!

IBM Verse (noch) im parallelen Einsatz

Arbeite ich nun ausschließlich mit IBM Verse? Nein, aber ich habe eh immer ein Browserfenster auf und hier hat mein „neuer“ Mail-Client seinen festen Platz gefunden. Noch bin ich bei „a new way to search“. Da wir bei acceptIT alle wichtigen Applikationen (noch) als klassische Notes/Domino Anwendungen betreiben - und ich mich gerne in dieser Welt bewege – geht der Wechsel zum Browser nicht ganz so leicht von statten.

Sobald unsere Anwendungen auch im Browser laufen und die neuen Features von IBM Verse das halten, was IBM verspricht, wird sich das sicherlich ändern. Dann werde ich den „new way to work“ beschreiten, ohne den alten Weg zu vermissen.

Ihr Stefan Lage

Klassischer IBM Notes Fan mit einem Bein in der Cloud