Wussten Sie schon... Emojis

Wussten Sie schon – Spannende Fakten rund um die Herzchen, Smileys & Co.

Was wäre WhatsApp, E-Mail & Co. ohne Emojis? In der heutigen Kommunikation sind sie nicht mehr wegzudenken. Mehr noch, Emojis haben einen großen Einfluss auf die moderne Kommunikation, und sie haben eine Geschichte. Wussten Sie zum Beispiel, dass Emoji eine Wortschöpfung aus den japanischen Symbolen „e“ für Bild und „moji“ für Schriftzeichen ist?

Die Geschichte

Die Erfindung der „Bildschriftzeichen“ datiert auf das Jahr 1999 und wird dem japanischen Designer Shigetaka Kurita zugeschrieben, der eine schnelle und einfache Kommunikation für ein System suchte, das Nachrichten auf 250 Zeichen begrenzte. Die ersten Emojis waren einfarbig, auf 12x12 Pixel beschränkt und ließen dementsprechend wenig Nuancierungen zu.

Erst mit der Aufnahme der Emojis in Unicode 6.0 im Oktober 2010 wurde die Grundlage für eine weltweit einheitliche Kodierung geschaffen. Das Unicode Konsortium designt, genehmigt und vereinheitlicht seither die Emojis. Im aktuellen Unicode 10.0, der am 20. Juni 2017 released wurde, wurden 8.518 neue Zeichen eingeführt, davon allein 56 Emojis. Insgesamt werden aktuell mehr als 2000 Emojis gezählt.

Die beliebtesten Emoji

Nach aktuellem Stand (12/2017) führt das Emoji-Lexikon (emojipedia.org) das Emoji „die schulterzuckende Person“, Smiley mit roten Herzaugen, Smiley mit Freudentränen und - wen wundert's im Dezember - den Tannenbaum unter den beliebtesten Emoji auf.

Romane in Emoji

Buchtitel von Klassikern in Emojis zu übersetzen, dürfte nicht allzu komplex sein und ist als Quizz (s.u.) durchaus amüsant. Aber ein ganzer Roman? Es gibt ihn: Dank eines Spendenaufrufes wurde die Übersetzung von „Moby Dick“ möglich, 736 Seiten lang ist und 40 Dollar kostet. Zwischen 2003 bis 2012 schrieb der chinesische Künstler Xu Bing mit „Book from the Ground“ den ersten Roman in Emoji, der vom Massachussetts Museum of Contemporary Arts in Kooperation mit dem Massachusetts Institute of Technology 2013 veröffentlicht wurde.

Auch im Kino präsent

Auch cineastisch ist dem Phänomen seit diesem Jahr gewürdigt worden. Der Film mit dem eher langweiligen Titel „Emoji - der Film“ konnte aber weniger das Publikum noch die Kritiker überzeugen. So schrieb „Spiegel online“ „Unterm Strich ist es wohl sinnvoller, seine Zeit dafür zu investieren, seinem Kollegen ein Kackhaufen-Emoji zu schicken, als über die Botschaft des Films nachzudenken.“

Wort des Jahres 2015

Das Smiley mit den Freudentränen hat es zum Wort des Jahres 2015 geschafft. Die Redaktion der Oxford-Wörterbücher wählte es, weil die Verwendung von Emojis 2015 stark zugenommen hätte und diese als „nuancierte Ausdrucksform“ „Sprachbarrieren überwinden“ könnten.

Vor Missverständnissen nicht gefeit

Allerdings kann die Verwendung von Emojis auch zu Verwirrung und Missverständnissen führen, wie zum Beispiel das breit lachende Emoji. Während es auf vielen Geräten als grinsendes Lachen mit fröhlichen Augen erscheint, so sahen iPhone-Nutzer das Emoji als Grimasse. In der aktuellen Version wurde hier nachgebessert, so dass es fortan für weniger Probleme sorgen dürfte. Nach wie vor kritisch ist jedoch das grimassierende Smiley, weshalb Emojipedia zu einer eher vorsichtigen Verwendung rät.

Wie jede andere Sprache, jedes andere Zeichen auch, können Emojis also auch zu Missverständnissen führen, nicht zuletzt deshalb, weil die grafische Darstellung vom jeweiligen Hersteller relativ frei umsetzt werden kann.

Quellen:

https://blogs.adobe.com/creative/de/emojis-sieben-spannende-fakten-rund-um-emojis/

http://www.n-joy.de/multimedia/Die-Weltliteratur-im-Emoji-Style,weltliteratur152.html

https://berlinerbuchhaendlerclub.wordpress.com/2015/05/15/ein-roman-aus-emojis/

https://www.welt.de/wissenschaft/article154329281/iPhone-Nutzer-sehen-lachendes-Emoji-oft-als-Grimasse.html

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.was-emojis-wirklich-bedeuten-emojis-die-zehn-groessten-missverstaendnisse.70ab25b4-3930-438a-9c88-2777c46c7543.html

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/emoji-der-film-im-kino-wessen-ernst-war-das-rezension-a-1160729.html

 

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