Virtualisierung ohne ILMT?

02. 06. 2015
geschrieben von: Stefan Lage

Das wird richtig teuer!

Sie haben IBM Client/Server-Lizenzen, Ihre Server virtualisiert, aber kein ILMT (IBM License Metric Tool) im Einsatz? Jetzt aber flott installiert, sonst kann es richtig teuer werden - allerspätestens bei einer IBM-Lizenzprüfung. IBM bietet eine Fülle von Lizenz-Metriken an, aus der sich jedes Unternehmen die optimal passende Variante aussuchen sollte. Häufig wird das bei der Erstinstallation ganz gewissenhaft erledigt, man ist auf dem neusten Stand.

 Es ist mehr als ratsam, immer wieder zu überprüfen, ob die Lizenzen noch zum Unternehmen und den Anwendungen passen. Das hat sowohl rechtliche als auch finanzielle Vorteile. Denn nicht nur Unternehmen ändern sich, auch die Lizenzmodelle. Unterlizenziert zu sein oder zu viel zu zahlen – beides sollte sicherlich vermieden werden.

So richtig kritisch wird es jedoch, wenn Sie Ihre Server virtualisiert, entsprechend auf Virtualization Capacity (früher Sub Capacity) Lizenzen umgestellt, jedoch das IBM License Metric Tool (aus welchen Gründen auch immer) nicht installiert haben. Obwohl dieses Lizenzmodell die Installation des ILMT zwingend vorschreibt, wird dieses häufig nicht gemacht. Doch dann, so will es der Vertrag, müssen Sie nicht nur für die virtuell zugewiesenen Prozessorkerne Lizenzgebühren zahlen, sondern für alle vorhandenen physischen Prozessorkerne (wie bei den Full Capacity Lizenzen).

Wenn Sie beispielsweise eine „richtig fette Maschine“ mit n Prozessorkernen am Laufen haben, dem Domino-Server aber nur 4 Kerne zuweisen, werden aus überschaubaren Virtualization Capacity-Lizenzgebühren schnell horrend hohe Nachlizenzierungssummen.

Schauen Sie gleich heute genau hin. Haben Sie ILMT fehlerfrei im Einsatz, dann legen Sie ruhig die Füße hoch. Andernfalls sollten Sie ganz schnell nachbessern.