Programmierst du noch oder „kognitivierst“ du schon?

Mit kognitiven Technologien Anwendungen aufschlauen

Das Herausforderung bei kognitiven Systemen wie IBM Watson liegt nicht in der Technik, sondern in der Realisierungs-Idee. Es ist noch schwer zu (be-)greifen, was alles möglich ist bzw. noch möglich werden wird. Es klingt alles so einfach… ist es auch, jedenfalls technisch gesehen …

Kein umständliches Programmieren mehr, sondern „nur“ noch einen kognitiven Service anzapfen und diesen trainieren, fertig. Das Anzapfen ist Dank IBM Bluemix in der Tat recht einfach, und auch kostengünstig. Die meisten Services kann ich zunächst kostenlos testen. Anschließend greift ein Kostenmodell, das in der Regel auf API-Aufrufen basiert.

Immer mehr Watson-Services mit deutscher Sprach-Unterstützung stehen zur Verfügung. Die Integration in bestehende Anwendungen ist meist mit ein paar Zeilen Code getan. Also, technisch gesehen, alles keine Herausforderung. Und nun? Wo binde ich denn nun diese schlauen Services ein?

Erste Ansatzpunkte kann man relativ einfach finden, man beobachtet einfach sich selbst bei der täglichen Arbeit. Werde ich immer wieder zu den gleichen Themen befragt? Sind die Antworten eigentlich jedem zugänglich? Aber auch umgekehrt. Frage ich selber bei gleichen Szenarien immer die gleichen Leute? Dabei ist es egal, ob ich mich mit Kollegen, Kunden oder Partnern unterhalte. Warum also nicht einfach ein kleines Expertensystem befragen? Und warum dieses Expertensystem nicht einfach fragen, wie mir der Schnabel gewachsen ist (statt in einer formal vorgegebenen Suchanfrage)?

Kognitiven Service aus Bluemix in eine interne Anwendung integriert

Genauso haben wir unseren ersten Anwendungsfall gefunden und einen kognitiven Service aus IBM Bluemix in eine interne Domino-Anwendung integriert. Davon haben wir ja schon berichtet (Link auf unseren Newsletter-Beitrag vom Mai 2016).

Auch reichert IBM die eigenen Produkte nach und nach mit kognitiven Fähigkeiten an. IBM Verse (zuerst in der Cloud-Variante) wird uns im nächsten Jahr einen persönlichen Assistenten zur Seite stellen. Dieser lernt von jeder Interaktion von mir und entwickelt sich so weiter. Somit kann er mich optimal bei meiner täglichen Arbeit unterstützen, sozusagen die kognitive Wunderlampe: (Link auf YouTube Video "IBM Watson at work: Die kognitive Wunderlampe und IBM Verse"). Auch andere Produkte werden entsprechend erweitert, so z. B. auch IBM Connections.

Die erste Version von IBM Watson Workspace (aka Project Toscana), die neue Kommunikationsplattform für Teams, hat bereits Watson im Bauch. Mit „Moments“ bietet ein Watson Work Service eine intelligente Zusammenfassung des wirklich wichtigen einer Konversation innerhalb eines „Arbeitsraums“ an, es wird quasi das „Rauschen“ herausgefiltert. Vielleicht können wir so der Überlastung in der Zusammenarbeit und Kommunikation durch immer neue Kanäle und Produkte entgegenwirken.

Ein Hinweis für diejenigen, die Angst um Ihre Daten haben: Ein von mir benutzter Watson Service ist eine geschlossene Instanz. Alle Daten gehören dem jeweiligen Anwenderunternehmen (was übrigens bei den Marktbegleitern nicht immer so der Fall ist). Allerdings muss ich alleine das System trainieren, auch wenn es schon vortrainiert ist. Natürlich ziehen einzelne Watson Services frei zugängliche Informationen (Internet) in eine Entscheidungsfindung mit ein.

We want you …

Haben Sie Ideen, sind sich aber unsicher, ob das etwas für die kognitive Welt ist? Sprechen Sie uns an. Wir verstehen uns auch als Sparrings-Partner bei der Ideenfindung. Es müssen nicht immer die großen Projekte sein, die hier im Fokus stehen sollten. Oft sind es die kleinen Dinge, die helfen … helfen nicht nur bei den täglichen Aufgaben, sondern auch beim Verstehen der kognitiven Welt.

Man muss nicht aus der IT-Welt kommen, um den Trend zu erkennen:

haraldschmitt tweet deep learning

Cookies erleichtern die Bereitstellung dieser Webseite. Mit der Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden.
Ok