Wikipedia: 10 Jahre freies Wissen für alle
Der 10. Januar 2001 markiert das Gründungsdatum der Online-Enzyklopädie
Wikipedia ist das wahrscheinlich größte Projekt im Internet – Zehntausende Menschen weltweit schreiben an diesem Web-Lexikon, freiwillig und unentgeltlich. Gründer Jimmy Wales und Larry Sanger bauten Wikipedia auf der Basis des Vorläufers „Nupedia“ auf, bei dem erstmals Artikel von mehreren Autoren geschrieben, bearbeitet und verbessert werden konnten.
Im ersten Jahr war das Reglement so streng, dass es ganze 20 Artikel in das Online-Lexikon schafften. Nicht gerade berauschend für ein Nachschlagewerk mit dem Anspruch, Wissen universell verfügbar zu machen. Erst mit der Öffnung für jedermann etablierte sich sehr schnell ein selbstregelndes Autoren-Netzwerk. Heute ist Wikipedia mit allein 1,2 Millionen Einträgen in Deutsch, über 3 Millionen in Englisch und insgesamt rund 260 Sprachversionen die größte frei zugängliche Wissensplattform, die es je gab – Tendenz täglich weiter wachsend. Der 30-bändige Brockhaus bringt es dagegen auf schlappe 30.000 Artikel. Wikipedia-Autoren erhalten keine Honorare, allerdings entstehen laufende Kosten durch den Betrieb von Web-Servern und Online-Infrastruktur. Heute werden diese Ausgaben über Spenden gedeckt – in den Anfängen lieferten Einnahmen aus einem Online-Herrenmagazin mit „Über-18-Content“ die Anschubfinanzierung. Honi soit, qui mal y pense …


